Diese 12 Namen waren vor langer, langer Zeit Mode.

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Namen wie Maria, Daniel oder Johannes werden schon seit vielen Jahrzehnten als gute Wahl für den Nachwuchs angesehen. Werden sie mittlerweile von den meisten Eltern nur noch wegen ihres schönen Klangs gewählt, waren sie ursprünglich biblisch inspiriert. Doch wie sah das vor tausend Jahren aus, als der christliche Glaube noch keine so große Rolle bei der Namensgebung hatte?

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Die folgenden Beispiele aus den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung haben ihren Ursprung in den germanischen Sprachen bzw. im Althochdeutschen. Modenamen wie Finn, Legolas oder Chantal wird man da freilich vergeblich suchen. Die alten Vornamen sind aus heutiger Sicht alles andere als „angesagt“. Damals jedoch erfreuten sie sich großer Beliebtheit – nicht zuletzt, weil sie durch ihre Bedeutung eine ganz eigene Identität für den Namensträger stifteten.

1.) Berengar

Der althochdeutsche Name Berengar bedeutet „Bärenkämpfer“. Er soll Kraft und Mut ausdrücken und wurde daher nicht selten von Adeligen getragen. Beispielsweise ging Berengar II., ein Nachfahre Karls des Großen, als Markgraf von Ivrea (im heutigen Italien) in die Geschichte ein.

2.) Adalbert

Auch dieser Name wurde vor allem von bessergestellten Personen getragen. Er leitet sich von den beiden althochdeutschen Worten „adal“ für „edel“ und „beraht“ für „strahlend“ ab und bedeutet ganz einfach, dass die Person von edler Herkunft ist. Heute ist eher die Kurzform Albert verbreitet.

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3.) Gernot

Jenen Menschen, die das Nibelungenlied gelesen haben, wird der Name Gernot bekannt vorkommen. Er ist einer der Burgunderkönige und somit Bruder von Gunther und Giselher. Heute ist der Name, der „eifriger Kämpfer“ bedeutet, nur noch als Familienname Gernet, Gernerth oder Gernt bekannt.

4.) Guntram

Guntram lässt sich am ehesten als „Kampfrabe“ ins Neuhochdeutsche übersetzen. Dieser lustig klingende Name war zu seiner Zeit jedoch alles andere als lächerlich. Schließlich schmückte er die Adeligen des späteren Europas. Beispielsweise der König von Burgund Guntram I. oder der Stammvater des Adelsgeschlechts der Habsburger Guntram der Reiche trugen ihn.

5.) Sarolf

Über den Namen Sarolf oder auch Sarulf ist nicht viel bekannt – nur dass man ihn als „der gerüstete Wolf“ übersetzen könnte.

6.) Diethard

Diethard oder Dethard setzt sich aus den Worten „diot“ für „Volk“ und „harti“ für „stark“ oder „fest entschlossen“ zusammen und bedeutet so viel wie „Kämpfer aus dem Volk“. Es lässt sich vermuten, dass den Namen vor allem Nachfahren von Kriegern trugen.

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7.) Wunna

Der weibliche Name Wunna erklärt sich schon beim Hören beinahe von selbst. Denn dies ist das althochdeutsche Wort für „Wonne“ oder „Freude“. Der Überlieferung nach wurde der Name durch die heilige Wun(n)a aus Wessex (im heutigen England) geprägt.

8.) Siw

Dieser Mädchenname ist eine Variante von Sif, der Ehefrau des Donnergottes Thor aus der nordischen Mythologie. Dies erklärt wohl auch die Bedeutung des Namens: „Ehefrau“, „Braut“ oder „Verwandte“.

9.) Salgard

Heute findet man den Namen „Salgard“ im angelsächsischen Raum durchaus noch als Familiennamen. Früher wurde er jedoch für Mädchen als Rufname verwendet. Mit diesem wollte man den damaligen Stand der Frau in der Gesellschaft beschreiben, denn er bedeutet „jene, die das Haus hütet“.

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10.) Almudis

Almudis oder Almut könnte man als weibliches Pendant zu Adalbert sehen, denn auch dieser Name bedeutet „von edlem Geschlecht“ oder „von edler Gesinnung“. Der Name sticht in dieser Liste etwas hervor, denn bis Mitte des 20. Jahrhunderts trugen diesen Namen einige, auch bekannte Frauen, wie zum Beispiel die Schauspielerin Almut Eggert.

11.) Bilhildis

Bihildis bedeutet „Schwertkämpferin“ oder „Kämpferin mit dem Beil“. Geprägt wurde der Name vor allem durch die heilige Bilhildis von Altmünster, die nach dem Tod ihres Mannes im 8. Jahrhundert einen Klosterorden gründete.

12.) Klothilde

Entstanden ist der Name Klothilde als weibliche Form des Namens Chlodwig, denn die Frau des Frankenkönigs Chlodwig I. trug diesen. Die wörtliche Übersetzung bedeutet damit – etwas untypisch für das Rollenverständnis der Zeit – „berühmte Kämpferin“.

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