Gegen Rost und Risse: 9 Tricks, um alte Möbel zu pflegen und aufzufrischen.

Sperrmüll, Flohmarkt oder eBay-Kleinanzeigen – dort landen Möbelstücke, die bei ihren Besitzern in Ungnade gefallen sind. Aber muss man wegen einiger Abnutzungsspuren gleich zu IKEA fahren und alles neu kaufen?

Du wirst sehen: Um deine alten Möbel etwas aufzufrischen, braucht es weder viel Zeit noch Ellenbogenschmalz, und am Ende sparst du dadurch nicht nur bares Geld, sondern setzt in deiner Wohnung zugleich noch frische Akzente.

1.) Rissiges Leder reparieren

Leder, egal ob Kunst- oder Echtleder, ist sehr empfindlich und pflegeintensiv. Vernachlässigung quittiert das edle Material mit unschönen Rissen. Doch sprödes Leder ist keineswegs ein hoffnungsloser Fall. Mit Flüssigleder lassen sich auch gröbere Risse reparieren, sodass selbst die von Großmutter geerbte, kaputte Ledercouch wieder in neuem Glanz erstrahlt.

2.) Rost entfernen

rost

Unabhängig von Legierung und Zusammensetzung: Fast alles, was aus Metall ist, kann auch rosten. Das gilt insbesondere für Gartenmöbel, die einen Großteil des Jahres Wind und Wetter ausgesetzt sind. Je nach Witterungsverhältnissen bildet sich auf Metallelementen schnell ein hartnäckiger Rostüberzug. Zum Glück lassen sich oberflächliche Rostflecken relativ problemlos entfernen: Behandele die betroffenen Stellen mit einer milden Säure, zum Beispiel Zitronensaft. Leicht verrostete Stellen reibst du am besten mit einer halbierten Zitrone ein und schrubbst nach kurzem Einwirken mit einem Kratzschwamm nach. Stärker verrostete Teile sollten in ein Bad aus Zitronensaft gelegt und anschließend mit einer Drahtbürste abgeschrubbt werden.

Um Rostbildung vorzubeugen und Metall zu pflegen, ist übrigens das Kriechöl „WD-40“ das Mittel der Wahl.

3.) Öl- und Fettflecken von Polstern entfernen

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Alte Stoffsofas gehören wohl zu den unbeliebtesten Einrichtungsgegenständen. Ein Sofa mit verschmutzen Polstern wollen die meisten nicht mal geschenkt haben. Dabei lassen sich sogar Öl- und Fettflecken ohne viel Chemie entfernen. Nimm dafür ein Stück Kreide, reibe sie in den Stoff ein und lass sie einige Zeit einwirken. Reibe die Kreide anschließend mit einem feuchten Putzlappen ab und lass den Stoff trocknen.

4.) Schäden mit Tafelfarbe überdecken

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Ein hoffnungslos zerkratzter Hocker oder Tisch muss nicht gleich mit dem Schwingschleifer bearbeitet und neu lackiert werden. Eine Schicht Tafelfarbe überdeckt die Macken und macht das Möbelstück zur Leinwand. Daran kann sich der Nachwuchs mit Kreide austoben, anstatt die Tapete mit Filzstiften zu verzieren.

5.) Holzschäden behandeln

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„Früher war alles besser und aus Holz“, schwärmt Opa nostalgisch. Der beliebte Werkstoff ist zwar zeitlos schön, aber leider auch empfänglich für Macken und Kratzer. Letztere lassen sich mit einem altbewährten Hausmittel leicht behandeln. Dafür mischst du 1/4 l Öl und 3/4 l Essig zusammen. Poliere mit diesem selbstgemachten Pflegemittel das Holz und es glänzt wieder wie neu.

6.) Holzkratzer mit einer Walnuss beseitigen

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Wegen ihrer herben Note und harten Schale sind Walnüsse nicht bei allen gleichermaßen populär. Zumindest wegen ihrer Wirkung auf zerkratzte Holzoberflächen sollte man der Nuss aber noch eine Chance geben. Nimm eine geschälte, halbierte Walnuss und reibe mit der Nuss über die Schramme. Nach kurzem Einwirken polierst du mit einem Tuch nach. Die Kratzer werden von den Nusspartikeln quasi „versiegelt“ und das Walnussöl pflegt das strapazierte Holz. 

7.) Alte Möbel aufpeppen

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Nicht nur bei Jeans ist der „Gebraucht-Look“ wieder im Trend: Auch bei Möbeln steht eine gewisse abgenutzte Optik hoch im Kurs. Wer keine Lust hat, Flohmärkte nach Unikaten abzuklappern, kann den gezielten Verschleiß ganz einfach selber besorgen. Verpasse einem alten Möbelstück einen neuen Anstrich in einer Farbe deiner Wahl. Wenn die Farbe getrocknet ist, bearbeitest du das Holz mit etwas Schmirgelpapier. Schneller geht es natürlich mit einem Schwingschleifer.

8.) Kleine Details ändern

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Oft braucht es nicht viel, um ein eher unspannendes Möbelstück aufzuwerten: Ein neuer Knauf, ein Spritzer Farbe oder auch nur eine Zierdecke können Wunder wirken. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt: Du kannst zum Beispiel alte Tapetenreste als Verzierung einsetzen. Oder du zimmerst dir deine eigene Möbelkollektion aus Resten aller Art zusammen.

9.) Alte Tische fliesen

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Geflieste Tische sieht man heutzutage oft nur noch in uralten Eckkneipen. Wem die klassische Kombination von grauer Fliese mit dunklem Eichenholz aber zu langweilig ist, der kann sich einen individuellen Fliesentisch einfach selber zusammenstellen. Mehr als einen ausrangierten Tisch, Kleber und passende Fliesen braucht es dafür nicht.

Wie du siehst, lohnt es sich, die alte Einrichtung nicht gleich zum Wertstoffhof zu fahren oder auf dem Flohmarkt zu verhökern. Noch mehr Tipps zur Möbelreparatur findest du übrigens in diesem Artikel.

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