10 Kamera-Tricks für das perfekte Bild ohne Photoshop.

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In Zeiten von Photoshop ist eigentlich jeder von uns in der Lage, selbstgeknipste Fotos zu bearbeiten und mit allerlei Effekten zu versehen, damit sie wie die Schnappschüsse eines professionellen Fotografen aussehen. Dabei wird aber schnell vergessen, dass Fotografie auch ein Handwerk ist, das gelernt sein will.

Denn echte Profis bekommen all die tollen Effekte, die unsereins nur digital erzeugen kann, auch ohne Computer hin. Welche Möglichkeiten es dabei gibt und wie auch du ohne Photoshop tolle Bilder schießen kannst, verraten dir die folgenden 10 Tipps und Tricks rund ums Fotografieren.

B&W Canon FT QL, FL 35mm F2.5

1.) Licht fokussieren

Entferne den Boden einer Chipsdose und befestige sie mit etwas Klebeband auf dem Blitzlicht, sodass dieses durch die Röhre hindurch konzentriert wird. Dadurch kannst du das Blitzlicht auf einen bestimmten Bereich deines Motivs fokussieren, beispielsweise auf den Kopf des Porträtierten. Damit kannst du dir erlauben, bestimmte Aspekte des Bildes stärker hervorzuheben.

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2.) Spiegeleffekt

Halte dein Smartphone mit dem Display nach oben horizontal an das Objektiv deiner Kamera. Dadurch erzielst du beim Fotografieren einen imposanten Spiegeleffekt.

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Du fotografierst nämlich hierbei die Spiegelung des Motivs auf deinem Handybildschirm mit.

 
 
 
 
 
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3.) Dunst

Nutze einen farblosen Gefrierbeutel, den du aber nicht direkt vor die Linse hältst oder darüberstülpst, sondern zerschneidest und in etwa wie abgebildet vor der Linse hängen lässt. Durch die Folie als unscharfes Objekt im Vordergrund erhalten deine Bilder solch ein dunstiges Aussehen.

Alternativ kannst du auch ein Stück Folie zerknüllen und nah an die Kamera halten, um den Effekt einer beschlagenen Linse zu erzielen.

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4.) Weichzeichnen I

Hänge solch ein fasriges Stück Stoff vor das Objektiv, sodass einzelne Fäden ins Bild hängen, um eine Weichzeichnung des Bildes zu ermöglichen.

Einen solchen Effekt kannst du auch erzielen, indem du einen dicken Ring Vaseline auf die Linse aufträgst und nur den Bereich in ihrer Mitte aussparst. So verschwimmen nur die Ränder des Bildes.

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5.) Weichzeichnen II

Eine andere Möglichkeit, eine Weichzeichnung zu erzielen, besteht darin, einen Nylonstrumpf wie abgebildet über das Objekt zu stülpen und mit einem Gummiband daran zu befestigen.

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6.) Reflexion vermeiden

Damit man sich beim Tragen seines Kaffees nicht die Finger verbrennt, sind um die Coffee-to-go-Becher oft Pappringe angebracht. Nimm einen dieser Pappringe und stecke ihn auf die Kameralinse. Dadurch kannst du die Reflexion der Sonnenstrahlen auf der Linse unterbinden, wenn du zum Beispiel in Richtung der Sonne bzw. Lichtquelle fotografierst.

Auf dem zweiten Bild findest du solch eine Reflexion oben links. Dank des Papprings wirkt das Bild außerdem weniger überbelichtet.

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7.) Filter

Auch ein Einmachglas kannst du zu einem Filter umfunktionieren, indem du es ohne Deckel ans Objektiv hältst. Sollte es farbig sein, kannst du hiermit natürlich weitere Effekte erzielen.

Während das Einmachglas dick genug ist, um auch hier eine Weichzeichnung zu ermöglichen, kann eine Sonnenbrille, die du vor die Kamera hältst, als Farbfilter fungieren, ohne das Motiv darüber hinaus zu beeinflussen.

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8.) Farbfilter

Eine weitere Form eines Farbfilters erhältst du, wenn du ein paar Streifen Tesafilm über das Objektiv klebst und sie mit Filzstiften, Eddings oder Markern in der Farbe deiner Wahl bemalst.

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9.) Softbox

Softboxen bzw. Lichtwannen sind recht- oder achteckige Boxen, die auf einer Leuchte montiert werden, um eine gleichmäßige Ausleuchtung zu ermöglichen. Ein ähnliches Ergebnis kannst du erzielen, indem du eine weiße Plastiktüte etwas aufpustest, verknotest und dann beim Fotografieren vor das Blitzlicht hältst.

Anstatt einer aufgeblasenen Plastiktüte lässt sich hierfür auch ein Luftballon verwenden, wie dir dieser Artikel genauer erklärt.

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10.) Lichteffekt

Eine andere Möglichkeit, mit dem Licht zu spielen, besteht darin, einen Diffusor aus einer Taschenlampe, einer Hamburgerschachtel und einem Strohhalm zu basteln. Dieser eignet sich vor allem für das Fotografieren mit dem Smartphone.

Wie der Diffusor genau zusammengebaut wird und wie toll die geschossenen Bilder damit aussehen können, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

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Die hier aufgeführten Tipps bieten natürlich nur einen kleinen Einblick von dem, was man auch als Amateur mit einer guten Kamera und ein wenig Einfallsreichtum alles machen kann. Wie trickreich die wahren Profis vorgehen, um spektakuläre Bilder zu inszenieren, zeigt dir diese Galerie mit 10 manipulierten Bildern und ihrer Entstehungsgeschichte.

Noch viel mehr geniale Tricks, Projekte, Haushaltstipps und Ideen findest du in unserem neuen Buch, das du hier bestellen kannst.

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