Hormonhaushalt durcheinander: Darum kann dein Neugeborenes seine „Periode“ bekommen.

Nach einer spannenden Schwangerschaft und anstrengenden Geburt enden die Momente der Aufregung nicht, sondern gerade dann beginnt für die Eltern und das Kind die eigentliche Reise. Eine Reise voller Freude, Liebe, aber auch Sorge. Gerade beim ersten Kind plagen Eltern noch viele Unsicherheiten und Ängste bezüglich ihres Babys.

Wenn etwa in der Windel ihres neugeborenen Mädchens plötzlich Blut zu finden ist, verfallen Eltern schnell in Panik. Schließlich deutet Blut oftmals auf eine Wunde hin. Tatsächlich handelt es sich in den meisten Fällen aber nicht um eine innere Blutung oder eine Verletzung, sondern um eine Art „Periode“.

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Was bedeutet diese Blutung?

Bei Mädchen kann schon kurz nach der Geburt eine Scheidenblutung auftreten, die aber nichts mit der monatlichen Menstruation von Frauen zu tun hat. Dennoch hat sie auch einen hormonellen Auslöser. Denn während der Schwangerschaft erhöht sich die Östrogen-Produktion im Körper der Frau, um u.a. die Funktionsfähigkeit der Plazenta aufrechtzuerhalten, damit es nicht zu einer Fehlgeburt kommt.

„In geringerer Konzentrationen als bei der Mutter gelangt das Hormon durch die Nabelschnur auch zum Embryo. Bei einem Mädchen kann das dazu führen, dass, wie in der ersten Hälfte eines Menstruationszyklus, die Zellen in der Schleimhaut der Gebärmutter zu wachsen beginnen“, erklärt Gynäkologe Dr. med. Christian Albring. „Wenn nach der Geburt die Konzentration an Östrogen wieder sinkt, wird die verdickte Schleimhaut in der Gebärmutter durch eine Blutung ausgestoßen.“

 
 
 
 
 
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Ist die Blutung gefährlich?

Die Scheidenblutung ist laut dem Experten ungefährlich. Nach einigen Tagen lasse die Blutung nach und müsse nicht behandelt werden. Wenn das Kind viel Blut verliere und man sich Sorgen mache, sollte man im Zweifelsfall jedoch immer einen Kinderarzt aufsuchen. Dieser kann andere Gründe ausschließen und beim Ausgleich des Blutverlusts weiterhelfen.

 
 
 
 
 
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Tatsächlich kommt eine solche Blutung nur bei sehr wenigen neugeborenen Mädchen vor. Wenn dies dennoch der Fall sein sollte, sollte man die Situation erst einmal beobachten und sich noch nicht gleich Sorgen um den neuen Erdenbürger machen.

Quelle:

Wunderweib

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